Saugbagger in Lübeck

72 Kilometer über die A1, rund 61 Minuten – so weit wie Kiel, im Tagesradius. Altstadtinsel, Hafen und ein Untergrund aus Jahrhunderten Bebauung.

Ab Hamburg: 72,2 km · ca. 61 Min. Bedienpersonal: inklusive
Einsatz anfragen +49 (0)40 53299309 Mo–Fr 07:00–18:00 Uhr
Anfahrt und Wirtschaftlichkeit

Gut eine Stunde über die A1 – und ohne Elbquerung

Von unserer Betriebsanschrift in der Flughafenstraße 52a in Hamburg-Fuhlsbüttel bis auf die Lübecker Altstadtinsel rechnet das Routing rund 72 Kilometer und bei freier Fahrt etwa 61 Minuten je Richtung. Der Weg führt aus dem Norden der Stadt auf die A1 Richtung Osten, an Bad Oldesloe vorbei, dann von der Autobahn herunter in die Stadt. Gut eine Stunde je Richtung heißt für die Kalkulation zweierlei: Ein voller Einsatztag in Lübeck trägt sich ohne Weiteres. Für einen kurzen Termin von ein, zwei Stunden steht die Fahrzeit dagegen in keinem Verhältnis zur Arbeitszeit – da lohnt es, den Abschnitt mit einem zweiten zusammenzulegen oder auf einen Tag zu warten, an dem mehr zusammenkommt.

Nachrechnen lässt sich die Lage an zwei Stellen. Kiel steht mit 91 Kilometern und 61 Minuten in derselben Tabelle: Die Landeshauptstadt liegt 19 Kilometer weiter und ist in derselben Zeit erreicht. Und Stade liegt mit 71 Kilometern praktisch gleich weit wie Lübeck, braucht aber 73 statt 61 Minuten – zwölf Minuten mehr auf derselben Entfernung. Welche Posten neben der Fahrzeit einen Einsatztag ausmachen – Rüstzeit, Wartezeit, Verbleib des Sauggutes –, haben wir unter Kosten eines Saugbaggereinsatzes aufgeschlüsselt.

Der Unterschied zwischen Kiel und Stade ist die Elbe, und sie prägt jede Fahrt von hier aus. Wir sitzen im Norden Hamburgs: Nach Norden und Osten trägt die Autobahn durch, nach Süden liegt die Elbquerung dazwischen – Elbtunnel oder Elbbrücken, beides mit Verkehr, der sich schlecht vorhersagen lässt. Nach Lübeck fahren wir daran vorbei, denn die A1 nach Osten kreuzt die Elbe nicht. Eine Lübecker Baustelle ist deshalb zeitlich verlässlicher zu erreichen als eine gleich weit entfernte südlich der Elbe. Garantierte Ankunftszeiten sagen wir trotzdem nicht zu; auf dem Hamburger Ring steht man auch ohne Tunnel.

Unvollständig ist dagegen die Querverbindung innerhalb der Region. Von den acht A20-Bauabschnitten in Schleswig-Holstein sind zwei befahrbar, Lübeck–Geschendorf und Geschendorf–Weede. Sechs Abschnitte mit zusammen rund 80 Kilometern stehen aus, darunter die Verbindung von Wittenborn zur A7; gebaut wird seit Ende Mai 2026 zwischen Weede und Wittenborn. Für die Anfahrt aus Hamburg spielt das keine Rolle. Für einen Tag, an dem Lübeck und ein Ort westlich davon zusammengelegt werden sollen, schon: Zwischen beiden liegt Bundesstraße. Solche Tage planen wir mit Puffer und nicht mit der Routingzeit.

Was die Anfahrt in der Rechnung ausmacht

An- und Abfahrt stehen bei uns als eigener Posten und werden nach Zeit abgerechnet: 120 Euro netto je Stunde. Für Lübeck sind das gut zwei Stunden hin und zurück. Der Einsatz selbst kostet als Richtwert 1.800 Euro netto bei acht Stunden Einsatzzeit oder 230 Euro netto je Einsatzstunde, jeweils einschließlich Bedienpersonal und zuzüglich Umsatzsteuer. Das sind unsere Richtwerte; verbindlich werden sie erst, wenn wir die Baustelle kennen – Zugänglichkeit, Bodenart, Leitungslage und Einsatzdauer bestimmen den Aufwand. Genau daran liegt es auch, dass sich der Tagesansatz in Lübeck eher rechnet als der Stundenansatz: Die Fahrzeit fällt einmal an, unabhängig davon, wie lange gearbeitet wird.

Fahrzeiten ab Hamburg-Fuhlsbüttel

Lübeck72,2 km · ca. 61 Min.
Bad Oldesloe36,5 km · ca. 44 Min.
Kiel91,0 km · ca. 61 Min.
Stade71,4 km · ca. 73 Min.

Straßenentfernungen ab Flughafenstraße 52a, 22335 Hamburg zum jeweiligen Stadtzentrum, ermittelt per OSRM-Routing auf OpenStreetMap-Daten. Alle Angaben gelten bei freier Fahrt, ohne Verkehr und ohne Baustellen. Garantierte Anfahrtszeiten sagen wir nicht zu.

Bauen im historischen Bestand

Auf der Altstadtinsel liegen mehrere Jahrhunderte übereinander

Die Altstadt liegt auf einer Insel zwischen Trave und Wakenitz und ist seit dem Mittelalter bebaut. Wer dort aufgräbt, muss mit Auffüllungen, verfüllten Kellern, Fundamentresten und Leitungen aus mehreren Generationen rechnen – Kunststoffkabel neben Guss neben Steinzeug, oft dicht übereinander. Bestandspläne bilden solche Schichten naturgemäß nur unvollständig ab, und was gröber ist als der Saugschlauch, geht ohnehin nicht hindurch. Welche Materialien und Böden sich aufnehmen lassen, haben wir gesondert beschrieben.

Hier ist die Arbeitsweise des Saugbaggers ein sachlicher Vorteil, kein Werbeargument: Den Boden trägt ein Luftstrom ab, kein Zahn und kein Löffel berührt, was darunter liegt. Was auftaucht, wird freigelegt statt zerrissen. Wo eine archäologische Baubegleitung eingebunden ist, lässt sich der Abtrag schichtweise führen und jederzeit anhalten. Vor dem Eingriff klärt eine Suchschachtung, was in welcher Tiefe tatsächlich liegt.

Solche Befundlagen kosten Zeit, und zwar unregelmäßig: Wo eine Fachkraft der Denkmalpflege oder die Bauleitung einen Befund erst beurteilen will, entsteht eine Unterbrechung, die sich nicht vorplanen lässt. Bei 61 Minuten Anfahrt je Richtung disponieren wir Lübecker Termine deshalb als ganze Tage und nicht als Zwischenstopp zwischen zwei anderen Baustellen. Dann steht die Maschine noch dort, wenn die Beurteilung abgeschlossen ist, statt schon wieder auf der Straße zu sein.

Was wir dabei nicht sind

Wir sind kein Grabungsunternehmen und beanspruchen keine archäologische oder denkmalfachliche Kompetenz. Wir stellen Saugbagger und Maschinist und tragen Boden ab – nach Weisung der Bauleitung und, wo eine archäologische Baubegleitung eingesetzt ist, nach deren Vorgaben. Welche denkmal- und grabungsrechtlichen Auflagen für Ihre konkrete Baustelle gelten, klärt der Bauherr mit der zuständigen Behörde; Bewertung und Dokumentation von Befunden liegen bei den dafür bestellten Fachleuten. Rechtsauskünfte geben wir nicht. Wiederverfüllung, Verdichtung und Oberflächenschluss gehören ebenso wenig zu unserer Leistung wie Leitungsortung, Entsorgung, Verkehrssicherung und das Schneiden gebundener Decken.

Untergrund

Was den Zeitansatz verlängert

Abgerechnet wird Zeit. Wie viel davon ein Abschnitt braucht, hängt daran, wie schnell das Material durch den Schlauch geht. Zwei Punkte sind dafür im östlichen Landesteil maßgeblich.

Bindiges Material. Der Osten Schleswig-Holsteins ist das von der Weichseleiszeit geformte Hügelland; landesweit gilt es als von Geschiebemergel und Parabraunerden geprägt, also bindig bis wechselnd bindig. Bindiges Material geht nicht unmittelbar in den Luftstrom: Der Zusammenhalt festerer Böden muss erst aufgebrochen werden, sonst nimmt der Luftstrom nichts mit. In Leitungs- und Wurzelnähe übernimmt das die Blaslanze, die punktuell Druckluft in den Boden schießt, ohne die Leitung anzugreifen. Ein Ausschlussgrund ist das nicht – es kostet Zeit, und Zeit ist die Abrechnungseinheit.

Wasser im Boden. Liegt die Baustelle nah an Trave, Wakenitz oder einem der Hafenbecken, fragen wir vor dem Termin nach dem Grundwasserstand. Davon hängen zwei Dinge ab, die sich hinterher nicht mehr günstig lösen lassen: ob die Aufstellfläche ein schweres Nutzfahrzeug trägt, und was mit nassem Aushub geschieht, der sich nur begrenzt zurückfüllen lässt. Wohin das Sauggut geht, gehört in die Kalkulation und nicht in die Schlussrechnung.

Was die Abtragsleistung bestimmt

Innerhalb eines einzigen Bauabschnitts können die Verhältnisse erheblich wechseln. Wie viel Boden in einer Stunde durch den Schlauch geht, hängt an Bodenart, Tiefe und Zugänglichkeit der Arbeitsstelle; eine allgemeingültige Zahl dafür gibt es nicht. Deshalb fragen wir bei der Anfrage danach – nach Bodenart, Tiefe und, sofern vorhanden, nach dem Baugrundgutachten oder den Homogenbereichen der Ausschreibung.

Ostholstein und Ostseeküste

Wofür wir im östlichen Landesteil angefragt werden

Fünf Konstellationen, in denen konventionelles Gerät an eine Grenze kommt – und für die sich ein ganzer Einsatztag in Lübeck rechnet.

Enge Gassen ohne Stellfläche

Wo die Zufahrt an einer Anliegerregelung, einem Poller oder schlicht an der Gassenbreite endet, entscheidet die Schlauchlänge zwischen der nächsten befahrbaren Stelle und der Arbeitsstelle im Hof über die Machbarkeit. Das Material geht direkt in den Behälter; eine Zwischenlagerfläche, die es dort ohnehin nicht gibt, entfällt.

Arbeiten im Wurzelbereich

Die Lübecker Baumschutzsatzung vom 18. Dezember 2006 schützt Bäume ab 80 Zentimetern Stammumfang in 1,30 Metern Höhe. § 4 Nr. 4 verbietet im Wurzelbereich – dem Bereich unterhalb der Krone zuzüglich 1,50 Meter – Abgrabungen, Ausschachtungen und Aufschüttungen. Wer dort an eine Leitung muss, hat praktisch die Wahl zwischen Handschachtung und wurzelschonendem Aushub. Ob im Einzelfall eine Ausnahme nötig ist, klärt der Auftraggeber mit der zuständigen Stelle der Hansestadt.

Gelände mit Schranke

Auf Umschlag-, Werft- und Betriebsgeländen an der Ostsee ist die Saugleistung selten das Problem. Zeit kostet, was davor zu regeln ist: wer aufs Gelände darf, wer einweist, welche Flächen gesperrt sind und wann der Umschlag ruht. Diese Punkte gehören ins Vorgespräch und nicht an die Schranke: Wer erst vor Ort klärt, wer einweisen darf, zahlt die Wartezeit als Einsatzzeit.

Bauzeitfenster außerhalb der Saison

Wo Straßen- und Leitungsarbeiten in den Orten an der Lübecker Bucht in die Nebensaison gelegt werden, stehen die Termine lange vorher fest. Für uns heißt das: disponierbare Tage statt Lückenfüller. Mehrere Abschnitte an einem Tag zusammenzulegen senkt zugleich den Anteil, den An- und Abfahrt an den Gesamtkosten haben – bei gut einer Stunde je Richtung lohnt diese Planung.

Korridor Fehmarnbelt

Für die Hinterlandanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung wird die 88 Kilometer lange Schienenstrecke zwischen Puttgarden und Lübeck aus- und neugebaut; die Inbetriebnahme ist für 2029 vorgesehen. Entlang eines solchen Korridors entstehen zwangsläufig Kreuzungen mit Bestandsleitungen. Vergeben werden solche Arbeiten von den ausführenden Tiefbau- und Kabelbaufirmen, nicht vom Vorhabenträger – an sie richtet sich dieses Angebot, ebenso wie an Netzbetreiber mit freizulegenden Bestandstrassen. Am Vorhaben selbst sind wir nicht beteiligt.

Einsatz in Lübeck oder Ostholstein geplant?

Nennen Sie Ort, Leitungsart, Bodenart und Umfang – wir melden uns an Werktagen innerhalb von 24 Stunden mit einer belastbaren Aussage zum Termin.

Häufige Fragen

Rechnet sich ein einzelner Einsatztag in Lübeck?

Ein ganzer Tag ja, ein kurzer Termin eher nicht. Rund 72 Kilometer und 61 Minuten je Richtung sind gut zwei Stunden An- und Abfahrt, die als eigener Posten in die Rechnung gehen. Verteilt auf acht Stunden Einsatzzeit fallen sie kaum ins Gewicht, verteilt auf zwei Stunden bestimmen sie den Preis. Sagen Sie uns deshalb früh, wie viele Schlitze in welcher Tiefe anstehen: Reicht der Umfang für einen Tag nicht, schlagen wir vor, ihn mit einem zweiten Abschnitt in der Region zusammenzulegen. Wie sich der Preis zusammensetzt.

Wie lange brauchen Sie von Hamburg nach Lübeck?

Das Routing rechnet 72,2 km · ca. 61 Min. ab unserer Betriebsanschrift in der Flughafenstraße 52a in Hamburg-Fuhlsbüttel bis in die Innenstadt. Zwei weitere Ziele ordnen das ein: Kiel steht mit 91,0 km · ca. 61 Min. in derselben Zeit, obwohl es 19 Kilometer weiter liegt. Stade liegt mit 71 Kilometern praktisch gleich weit wie Lübeck und braucht 73 Minuten – zwölf mehr, weil die Elbe dazwischenliegt. Alle Werte gelten bei freier Fahrt zum jeweiligen Stadtzentrum; garantierte Anfahrtszeiten sagen wir nicht zu.

Dürfen Sie in der Lübecker Altstadt arbeiten?

Als Abtragsverfahren ist das Absaugen dort im Vorteil, weil Bestandsleitungen und Fundamentreste freigelegt statt zerstört werden. Was wir nicht leisten: archäologische Fachkunde, Befundbewertung, Grabungsdokumentation und die denkmalrechtliche Seite. Welche Auflagen gelten und welche Genehmigungen nötig sind, klärt der Bauherr mit der zuständigen Behörde. Ist eine archäologische Baubegleitung eingesetzt, arbeiten wir nach deren Vorgaben.

Wir müssen im Wurzelbereich eines geschützten Baumes an eine Leitung. Geht das?

Die Lübecker Baumschutzsatzung verbietet Abgrabungen und Ausschachtungen im Wurzelbereich, also unterhalb der Krone zuzüglich 1,50 Meter; ob eine Ausnahme erforderlich ist, klärt der Auftraggeber mit der zuständigen Stelle. Technisch ist das Absaugen das fachlich anerkannte Verfahren: Nach DIN 18920 hat der Bodenabtrag im Wurzelbereich durch Absaugen oder in Handarbeit zu erfolgen, Wurzeln werden freigelegt statt durchtrennt, und der Wurzelraum wird nicht mit schwerem Gerät verdichtet. Mehr zum wurzelschonenden Aushub.

Wie schlägt bindiger Boden auf den Zeitansatz durch?

Spürbar. Geschiebemergel und verdichtete Auffüllungen brauchen in aller Regel zuerst eine Lockerung mit Druckluft; erst danach nimmt der Luftstrom sie mit. Derselbe Suchschlitz ist in rolligem Sand früher fertig. Wie groß der Abstand zwischen beiden Fällen ausfällt, hängt an Bodenart und Tiefe – beides fragen wir bei der Anfrage ab, weil sich der Zeitansatz sonst nur schätzen ließe. Welche Böden sich absaugen lassen.

Fahren Sie auch weiter nach Travemünde, Ostholstein oder Fehmarn?

Ja. Travemünde und die Orte an der Lübecker Bucht liegen von uns aus gesehen hinter Lübeck, in einer Größenordnung, die einen Tagestermin weiterhin zulässt. Fehmarn und die Küste weiter nördlich sind noch einmal deutlich weiter entfernt; dort planen wir eher mehrtägige Abschnitte. Nennen Sie den Ort, dann rechnen wir die Strecke ab unserer Betriebsanschrift in der Flughafenstraße 52a konkret durch, statt sie zu schätzen.

Wie kurzfristig können Sie bei einer Havarie vor Ort sein?

Auf jede Anfrage antworten wir an Werktagen innerhalb von 24 Stunden mit einer belastbaren Aussage zum möglichen Termin. Eine Rufbereitschaft rund um die Uhr halten wir nicht vor, und eine Reaktionszeit in Stunden sagen wir nicht zu. Zur Einordnung: Vor der reinen Fahrzeit von rund 61 Minuten liegen Disposition und Rüstzeit, und ob die Maschine frei ist, entscheidet der laufende Einsatz und nicht die Entfernung. Telefonisch erreichen Sie uns Mo–Fr 07:00–18:00 Uhr. Kurzfristeinsatz und Havarie.