Saugbagger mieten – bei uns immer mit Bedienpersonal

Wir vermieten keine Maschine zur Selbstbedienung. Sie buchen eine fertige Leistung: Saugbagger, Maschinist und Verantwortung für den Arbeitsbereich.

Einsatzgebiet: SH · HH · Nds. Bedienpersonal: inklusive Rückmeldung: werktags innerhalb von 24 Stunden
Einsatz anfragen +49 (0)40 53299309 Mo–Fr 07:00–18:00 Uhr

„Saugbagger mieten“ ist der Begriff, mit dem die meisten Anfragen bei uns ankommen. Deshalb steht er über dieser Seite. Gemeint ist bei uns allerdings etwas anderes als ein Mietvertrag: Sie buchen einen Einsatz – Maschine, Maschinist und die Ausführungsverantwortung im freigegebenen Arbeitsbereich. Ein Gerät zur Selbstbedienung geben wir nicht heraus.

Wer genau das sucht, findet weiter unten, wonach er stattdessen suchen muss. Für den größeren Teil der Anfragen, die bei uns ankommen, passt die Gestellung mit Personal ohnehin besser: keine Einweisung, keine Vorhaltekosten – und die heikle Entscheidung, wie nah der Saugkopf an eine Bestandsleitung geht, landet nicht bei Ihrem Polier.

Miete oder Leistung: zwei verschiedene Geschäfte

Umgangssprachlich heißt beides „mieten“. Dahinter stehen zwei verschiedene Risikoverteilungen – und die fällt erst auf, wenn im Bestandsnetz etwas schiefgeht.

Maschine mieten
  • Sie brauchen jemanden im Betrieb, der die Maschine sicher führt. Eine kurze Einweisung ersetzt keine Routine.
  • Wie tief und wie nah gesaugt wird, entscheidet Ihr Personal – im Zweifel neben einem Mittelspannungskabel.
  • Die Mietzeit läuft auch an dem Tag, an dem die Freigabe des Netzbetreibers noch fehlt.
  • Rüsten, Reinigen und der Rückgabezustand sind Ihre Baustelle.
  • Trägt sich erst ab einer Auslastung, die den Mietzeitraum wirklich füllt.
Leistung beauftragen
  • Maschine und Maschinist kommen zusammen. Ihre Kolonne stellt niemanden ab und weist niemanden ein.
  • Die Arbeitsweise am Saugkopf verantworten wir, samt Entscheidung über die Vorlockerung.
  • Sie zahlen Einsatzzeit statt Vorhaltezeit. Steht die Maschine nicht bei Ihnen, steht sie nicht in Ihrer Kalkulation.
  • Wartung, Filterreinigung und Prüfungen sind unser Thema.
  • Auf Wunsch mit Fotodokumentation des freigelegten Abschnitts.

Warum die Bedienung über das Ergebnis entscheidet

Die Bedienung ist die eigentliche Leistung

Der Luftstrom trägt den Boden ab, kein Werkzeug greift in die Grube. Die DGUV nennt das Verfahren in ihrer Information 203-017 (Ausgabe Februar 2019) für den innerstädtischen Bereich ausdrücklich besonders geeignet für Erdarbeiten in der Nähe erdverlegter Leitungen und beschreibt, dass die Maschine per Funkfernbedienung von einem sicheren Standort gesteuert wird. Der Bediener muss einschätzen können, wann ein Boden nachgibt und wann er erst gelockert werden muss. Beim Freilegen von Kabeln und Leitungen ist das der Unterschied zwischen einem sauberen Suchschlitz und einem Schadensfall.

Der Punkt, an dem konventionelle Technik ausscheidet

Dieselbe DGUV-Information zieht die Grenze: Maschineller Aushub ist danach bis maximal 30 cm oberhalb oder seitlich der Leitung zulässig; die Schutzabstände selbst gibt der jeweilige Leitungsbetreiber vor. Genau in dieser Zone arbeiten wir. Nach dem VHV-Bauschadenbericht 2022/2023 (Institut für Bauforschung e. V. Hannover gemeinsam mit der VHV Allgemeine) war 2023 jeder zweite Schaden im Tiefbau ein Leitungsschaden.

Verantwortung, die geteilt bleibt

Wir übernehmen die Ausführung im Arbeitsbereich, nicht Ihre Erkundigungspflicht. Das DVGW-Arbeitsblatt GW 315 (A), Ausgabe Januar 2020, verlangt vom Bauausführenden, sich unmittelbar vor Baubeginn Gewissheit über die Lage der Versorgungsanlagen zu verschaffen. Spartenauskunft, Bestandspläne und Freigaben bleiben deshalb bei Ihnen; woran es dabei erfahrungsgemäß hakt, steht unter Leitungsschäden vermeiden.

Was im Einsatz enthalten ist – und was dazukommt

Gestritten wird selten über den Stundensatz, sondern über die Posten daneben. Deshalb weisen wir sie einzeln aus, statt sie in einer Summe verschwinden zu lassen:

Positionen eines Einsatzes und wie wir sie abrechnen
PositionIm EinsatzpreisAnmerkung
Einsatzzeit inklusive Bedienpersonal enthalten Der Maschinist ist Bestandteil der Leistung, kein Zuschlag.
An- und Abfahrt gesondert Nach Fahrzeit ab Hamburg-Fuhlsbüttel: Norderstedt 12 Min., Lübeck 61 Min., Kiel 61 Min. je Richtung.
Rüstzeit, Auf- und Abbau vor Ort im Angebot ausgewiesen Maschine ausrichten, Schlauch verlegen, Absperrung stellen.
Bodenlockerungstechnik gesondert Blaslanze, Presslufthammer, Spezialspaten. Nur, wenn der Boden es verlangt.
Schlauchverlängerung gesondert Wenn die Maschine nicht nah genug herankommt, etwa im Hinterhof.
Reinigung nach dem Einsatz gesondert Fällt je nach Sauggut regelmäßig an.
Entsorgung des Sauggutes nicht enthalten Keine Leistung von uns, Verbleib bauseits.
Zusätzlicher Facharbeiter, Begleitfahrzeug gesondert Nur, wenn der Ablauf es erfordert.
Übernachtung und Auslöse gesondert Bei mehrtägigen Einsätzen außerhalb des Tagesradius.

Unsere Richtwerte

Abgerechnet wird nach Zeit. Vier Einheiten decken den größten Teil der Einsätze ab, die An- und Abfahrt läuft als eigener Posten daneben:

Richtwerte, alle Beträge netto zzgl. Umsatzsteuer
EinheitRichtwert nettoWofür sie passt
Einsatzstunde 230 Euro Saugbagger inklusive Bedienpersonal. Kleinste Einheit, die wir anbieten.
Halber Einsatztag, bis 4 Stunden 980 Euro Suchschlitze, einzelne Schachtfreilegungen, Hausanschlüsse.
Einsatztag, 8 Stunden 1.800 Euro Der Regelfall, sobald mehrere Punkte auf einer Baustelle zusammenkommen.
Einsatzwoche, 5 Einsatztage 8.500 Euro Durchlaufende Trassen und Baustellen mit fester Kolonnenplanung.
An- und Abfahrt je Stunde 120 Euro Fahrzeit hin und zurück, gesondert ausgewiesen.

Das sind Richtwerte, keine Angebotspreise. Verbindlich werden sie, sobald wir die Baustelle kennen: Zugänglichkeit, Bodenart, Lage und Belegung der Sparten sowie die erwartete Einsatzdauer bestimmen den Aufwand, und zwar in dieser Reihenfolge. Ein Suchschlitz im gewachsenen Geestsand und derselbe Schlitz in verdichteter Auffüllung neben einer Fernwärmeleitung sind zwei verschiedene Aufgaben. Woraus sich ein Einsatz im Einzelnen zusammenrechnet, steht in der Kostenstruktur eines Einsatzes; Ihren Fall rechnen wir nach der Anfrage durch.

An- und Abfahrt: der Posten, der über kleine Einsätze entscheidet

Wir arbeiten von Fuhlsbüttel im Norden Hamburgs aus, und das prägt die Rechnung mehr als die Landesgrenze. Nach Norderstedt sind es 12 Minuten – die Nachbarstadt, keine Anfahrt im eigentlichen Sinn. Nach Husum sind es 107 Minuten, jeweils je Richtung. Hin und zurück gerechnet trennen beide Einsätze gut drei Stunden Fahrzeit, die zu 120 Euro netto je Stunde auf der Rechnung stehen, bevor die erste Minute gesaugt ist. Bei einem Einsatztag fällt das kaum ins Gewicht, bei zwei Stunden Arbeit entscheidet es alles.

Die Grenze verläuft dabei nicht zwischen den Bundesländern, sondern an der Elbe. Nach Norden trägt die A7 durch: Itzehoe liegt 57 km entfernt und ist in 44 Minuten erreicht, Neumünster mit 59 km in derselben Zeit. Nach Süden liegt die Elbquerung dazwischen. Lüneburg ist mit 65 km nur acht Kilometer weiter als Itzehoe und braucht vierzehn Minuten länger; Buxtehude liegt mit 46 km sogar dreizehn Kilometer näher als Neumünster und dauert trotzdem vierzehn Minuten länger. Wer nördlich der Elbe baut, bekommt kurze Wege. Wer südlich baut, zahlt den Tunnel mit – deshalb weisen wir die Fahrzeit getrennt aus und rechnen sie nicht in einen Pauschalzuschlag hinein.

Wann reine Miete ohne Personal sinnvoll ist

Diese Fälle gibt es. Gerätemiete lohnt sich, wenn im eigenen Betrieb dauerhaft jemand die Maschine führt – etwa in einer Leitungsbaukolonne, die regelmäßig absaugt. Sie lohnt sich bei Einsätzen über mehrere Wochen am Stück, wenn die Auslastung den Mietzeitraum trägt, und dort, wo keine Bestandsleitungen im Umfeld liegen.

Angeboten wird das von Baumaschinenvermietern mit Spezialgeräteflotte, von überregionalen Industriedienstleistern und von einzelnen Betrieben, die ausdrücklich zur Selbststeuerung vermieten. Suchen Sie dann nach „Saugbagger Vermietung“ statt nach „Saugbaggerarbeiten“ – die Begriffe führen zu unterschiedlichen Anbietertypen.

Was wir von Ihnen brauchen

Die meisten verlorenen Stunden entstehen nicht beim Saugen, sondern davor. Vier Punkte entscheiden darüber, ob der Einsatztag ein Arbeitstag wird; wo sie im Ablauf eines Einsatztages hineinspielen, steht dort Schritt für Schritt.

Zufahrt und Stellfläche

Zufahrtsbreite, befestigte Aufstellfläche, zulässige Achslast, Höhenbegrenzungen. Maße und Gewicht des Fahrzeugs nennen wir Ihnen vor dem Termin; was dabei zu klären ist, steht unter Maschine und Technik.

Spartenauskunft und Freigaben

Bestandspläne aller Sparten, Freigabe des Netzbetreibers und, falls nötig, die verkehrsrechtliche Anordnung. Ohne diese Unterlagen fangen wir nicht an.

Ansprechpartner vor Ort

Jemand, der entscheiden darf, wenn der Untergrund anders aussieht als der Plan. Telefonisch erreichbar reicht meistens, anwesend ist besser.

Verbleib des Materials

Vorher festlegen, ob wieder eingebaut, seitlich abgekippt oder abgefahren wird. Ungeklärt ist das der häufigste Streitfall bei der Abrechnung.

Alles, was vor der Anfahrt geklärt sein sollte, steht in der Checkliste zur Baustellenvorbereitung.

Wann der Saugbagger die falsche Wahl ist – und wann wir es sind

  • Reiner Massenaushub ohne Leitungen im Umfeld. Wo ein Bagger gefahrlos arbeiten darf, ist er schneller und günstiger. Dann raten wir ab; die Abgrenzung steht im Vergleich mit Bagger und Handschachtung.
  • Feste, bindige oder verdichtete Böden. Was fest oder verdichtet liegt, gibt der Luftstrom allein nicht her; solcher Boden muss vor dem Absaugen gelockert werden – mit Blaslanze, Spezialspaten oder Presslufthammer. Machbar ist es, es kostet aber Zeit und einen zusätzlichen Posten – welche Materialien und Böden infrage kommen, haben wir gesondert aufgeschrieben.
  • Grobes Material. Die DGUV nennt als Obergrenze die Korngröße des Saugschlauchdurchmessers; faustgroße Steine werden dabei noch mitgerissen. Was größer ist, bleibt liegen. Ab welcher Wurzelstärke oder Verzahnung das Verfahren praktisch scheitert, lässt sich nicht allgemein beziffern – das sehen wir uns vorher an.
  • Kleiner Umfang, große Entfernung. Zwei Suchschlitze in Flensburg (151 km ab Hamburg-Fuhlsbüttel, rund 96 Minuten bei freier Fahrt ohne Verkehr) tragen die An- und Abfahrt nicht. Im Kernradius sieht die Rechnung anders aus: dreizehn Städte des Einsatzgebiets liegen unter einer Stunde Fahrzeit, dort trägt sich auch ein Termin von wenigen Stunden.
  • Entsorgung, Ortung, Bestandsdokumentation. Wir saugen. Die Entsorgung des Sauggutes, das Orten von Leitungen und das Einmessen für Bestandspläne gehören nicht zu unserem Leistungsumfang. Dafür brauchen Sie andere Betriebe – wir sagen Ihnen gerne, wonach Sie suchen müssen.
  • Heute Nacht. Eine Rufbereitschaft rund um die Uhr haben wir nicht. Telefonisch erreichbar sind wir Mo–Fr 07:00–18:00 Uhr, auf Anfragen melden wir uns an Werktagen innerhalb von 24 Stunden zurück. Was bei einem kurzfristigen Einsatz nach einer Havarie realistisch geht, hängt davon ab, wann die Maschine frei ist – das klären wir im Anruf.

Einsatz statt Mietvertrag

Schreiben Sie uns, was freizulegen ist – wir sagen Ihnen, ob sich der Einsatz für Sie rechnet.

Fragen zur Miete mit Bedienpersonal

Kann ich den Saugbagger auch ohne Bedienpersonal mieten?

Nein. Unsere Maschine fährt nur mit eigenem Maschinisten auf die Baustelle. Im belegten Bestandsnetz entscheidet die Bedienung darüber, ob ein Kabel unbeschädigt bleibt – diese Entscheidung geben wir nicht ab. Wer ein Gerät zur Selbstbedienung braucht, ist bei Vermietern mit Spezialgeräteflotte richtig.

Rechnen Sie nach Stunde, nach Tag oder nach Kubikmeter?

Nach Zeit: Einsatzstunde, halber Tag, Einsatztag, Einsatzwoche. Ein Kubikmeter Geestsand und ein Kubikmeter verdichteter Auffüllung sind völlig unterschiedliche Aufgaben – ein m³-Preis würde je nach Bodenart Sie oder uns benachteiligen. Unsere Richtwerte für die vier Einheiten stehen oben in der Tabelle, alle netto; verbindlich werden sie, sobald wir die Baustelle kennen.

Gibt es eine Mindestabnahme?

Die kleinste Einheit, die wir anbieten, ist die Einsatzstunde; unser Richtwert dafür liegt bei 230 Euro netto. Entscheidend ist aber die Rechnung daneben: An- und Abfahrt fallen an, ob wir zwei oder acht Stunden arbeiten. Bei kleinen Umfängen fragen wir deshalb nach, ob sich mehrere Punkte zu einem Termin bündeln lassen.

Was kostet die Anfahrt?

Sie wird nach Fahrzeit berechnet und gesondert ausgewiesen, als Richtwert 120 Euro netto je Stunde, hin und zurück gerechnet. Gefahren wird ab Flughafenstraße 52a in 22335 Hamburg: nach Norderstedt sind das 12 Minuten, nach Lübeck 61 und nach Kiel 61 Minuten je Richtung. Dreizehn Städte des Einsatzgebiets liegen unter einer Stunde Fahrzeit; bei Einsätzen in diesem Kernradius bleibt der An- und Abfahrtsanteil entsprechend klein. Bei mehrtägigen Einsätzen weiter weg können Übernachtung und Auslöse dazukommen – das steht dann im Angebot, nicht erst in der Schlussrechnung. Zur Kostenstruktur.

Übernehmen Sie auch die Entsorgung des abgesaugten Materials?

Nein, Entsorgung ist keine Leistung von uns. Wir saugen ab und geben das Material dorthin, wo es hin soll: zurück in den Graben, in einen bereitgestellten Container oder auf eine Miete neben der Baustelle. Deklaration und Abfuhr bleiben bauseits. Was mit dem Sauggut passiert, entscheidet spürbar über die Gesamtkosten.

Können Sie bei Frost oder stark verdichtetem Boden arbeiten?

Verdichtete und bindige Böden lassen sich nicht ohne Weiteres absaugen; sie müssen vorher gelockert werden. Das ist Routine, verlängert aber die Einsatzzeit. Wie weit Frost den Boden festsetzt, hängt von Bodenart, Feuchte und Frostdauer ab – eine allgemeingültige Aussage dazu gibt es nicht. Nennen Sie uns Bodenart und Wetterlage, dann schätzen wir den Fall ein.